Kliniken der assistierten Reproduktion Ginefiv. Erfahrung mit IVF, künstlicher Befruchtung und Fertilidät
Wörterverzeichnis
Agenesie: das vollständige Fehlen eines Organs (z.B.: des Ovars) aufgrund einer (genetisch bedingten) Nichtanlage während des Fötuslebens.
Amenorrhoe: Ausbleiben der Menstruationsblutung.
Angeboren (Kongenital): Eigenschaft oder Schaden, die/der bereits bei der Geburt festgelegt ist und während der Schwangerschaft erworben wurde. Diese Eigenschaften können auch erblich (gentisch, erbbiologisch) sein oder auch nicht.
Anovulation: Ausbleiben des Eisprungs. Es ist nicht das Gleiche wie Amenorrhoe, denn es kann zur Menstruationsblutung kommen, obwohl der Eisprung ausbleibt.
Astenozoospermie: Verminderung der Spermienbeweglichkeit.
Azoospermie: Fehlen der Spermatozoen im Ejakulat.
Befruchtung: Das Eindringen von einem Spermatozoon in die Eizelle und die Verschmelzung des genetischen Materials beider Gameten, die zur Bildung des Embryos bringen.
Blastozyste: Stadium des Embryos, wenn er sich in die Gebärmutterschleimhaut einnistet.
Chromosom: Träger der Erbinformation und Bestandteil des Zellkerns. In jeder Zell eines Menschen gibt es normalerweise 46 Chromosomen. Die Keimzellen weisen die Hälfte (23 Chromosomen) auf.
Clomiphenzitrat: es handelt sich von einem Medikament, das für die Stimulation des Eisprungs und die Spermatogenese angewendet wird. Es wirkt auf den Hypothalamus und die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) und steigert die Produktion von FSH und LH.
Doppler: Die Doppler-Sonographie ist eine spezielle Ultraschall-Untersuchung, mit der die Geschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen (Arterien und Venen) gemessen wird. Störungen wie die Varikozele oder der Durchblutungsmangel in der Plazenta lassen sich so aufdecken.
Eileiter: weibliches Organ, wo die Befruchtung der Eizelle erfolgt.
Ektope Schwangerschaft: Schwangerschaft, die sich außerhalb der Gebärmutterhöhle (z.B.: in den Eileiter) entwickelt.
Embryo Kryokonservierung: Einlagerung von Embryonen unter sehr niedrigen Temperaturen (-196º C) um ihre Aufbewahrung.
Fehlgeburt: spontane Ausstoßung oder Extraktion von Embryonen oder von Fötus in seinen Vorstufen.
Fibrom: Gutartige Geschwulst der Gebärmuttermuskulatur. Sie kommt normalerweise in über-30jährigen Frauen vor.
Follikel (Eibläschen): Struktur des Ovars (Eistock), in der eine Eizelle (Ovum) heranwächst. Er dient zur Östradiolproduktion.
Follikelphase: Die erste Phase des Menstruationszyklus (die ersten 14 Tage), in der der Follikel heranreift.
FSH (Follikelstimulierendes Hormon): wird bei beiden Geschlechtern durch die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet. Es führt bei der Frau zur Follikelwachstum und der Follikelreifung und beim Mann zur Spermienbildung.
FSH-Plasma: FSH-Hormonwerte im Blut. Bei der Frau ändern sich die FSH-Werte im Zusammenhang vom Menstruationszyklus.
Gamet: Sammelbegriff für weibliche und männliche Keimzellen, d.h. Eizellen und Spermien (Spermatozoen).
Gebärmutterhals: auch Zervix genannt. Er ist die unterste Teil der Gebärmutter, der in die Scheide hineinragt, wodurch die Spermatozoen im Ejakulat durchfließen, um die Gebärmutter zu erreichen.
Gebärmutterschleimhaut (Endometrium): Die innere Beschichtung der Gebärmutter, die der Ort der Einnistung des Embryos darstellt.
Gelbkörper (Corpus luteum): Struktur des Eierstocks, die in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus (Lutealphase) zu beobachten ist. Der Gelbkörper produziert hauptsächlich Progesteron.
GnRH (Gonadotropin freisetzendes Hormon): wird vom Hypothalamus produziert und hat eine regulierende Wirkung auf die Produktion und Ausschüttung von Gonadotropinen (FSH y LH) in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse).
GnRH-Analog: Medikament mit einer Struktur ähnlich zum GnRH. Die Verabreichung vom GnRH-Analog wirkt auf die Hypophyse und stimuliert die Freisetzung von FSH- und LH-Gonadotropinen. Seine ständige Verabreichung produziert die Freisetzung vom gesamten FSH- und LH-Gehalt durch die Hypophyse, so daß der Organismus hört auf, diese Hormonen zu haben. Es wird im Bereich der künstlichen Befruchtung angewendet, um die Stimulation mit künstlichen Gonadotropinen zu kontrollieren, die der Patientin verabreicht werden.
Gonadotropinen: Es sind die Hormone, die auf die Keimdrüsen (Eierstöcke und Hoden) wirken, bzw. das FSH und LH.
HCG (humanes Choriongonadotropin): Es ist ein Hormon, das vom Embryo produziert wird. Seine Funktion besteht darin, den Gelbkörper zu stimulieren, so daß er Progesteron bildet, damit die Schwangerschaft weitergehen kann. Die Anwesenheit von HCG im Blut ist ein Zeichen der Schwangerschaft.
Hirnanhangsdrüse (Hypophyse): an der Hirnbasis lokalisierte Drüse, in der zahlreiche Hormone produziert werden, u.a. die Gonadotropinen.
Hoden: männliche Geschlechtsorgane, die für die Bildung der Samenzellen und der männlichen Hormone (Testosteron) zuständig sind.
Hormon: Substanz, die von einer Drüse abgesondert und in die Blutkreislauf ausgeschüttet wird. Die Hormone verbreiten sich weitgehend im ganzen Körper und können auf diese Weise auf mehrere Organe wirken.
Hypoplasie des uterus: Unterentwicklung des Uterus (der Gebärmutter).
Hypothalamus: Struktur des Zentralnervensystems, die das GnHR produziert und die die Funktionsweise der Anhangsdrüse regelt.
Idiopathisch: Begriff, den im medizinischen Bereich im Verbindung mit Krankheiten angewendet wird, die ohne eine anamnestisch und diagnostik faßbare Ursache entstehen, z.B.: idiopathische Unfruchtbarkeit).
Implantation: Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium).
Keimdrüse: Drüse, die die Gameten produziert, bei der Frau die Eierstöcke und beim Mann die Hoden.
Laparoskopie: Untersuchung, bei der ein Laparoskop in den Bauch eingeführt wird, um den Bauchraum beobachten zu können.
LH (Luteinisierendes Hormon): ein von der Hirnanhangsdrüse produziertes Hormon in beiden Geschlechtern. Bei der Frau fördert dieses Hormon den Eisprung und stimuliert den Gelbkörper, damit er Progesteron produziert. Beim Mann wirkt auf die Hoden, damit sie ihrerseits das männliche Sexualhormon produziert, und zwar das Testosteron.
Lutealphase: die zweite Hälfte des Menstruationszyklus. Diese Phase beginnt mit der Ovulation (Eisprung) und endet mit der nächsten Zyklusblutung.
Menopause: das physiologische Aufhören der Menstruation.
Menstruation: monatliche Regelblutung wegen der Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut, da es keine Schwangerschaft gegeben hat.
Myom: (siehe Fibrom)
Nebenhoden (Epididymis): Ein dem Hoden aufliegendes Genitalorgan, das zum männlichen Reproduktionssystem gehört. Jeder Nebenhoden befindet sich an der Seite vom zugehörigen Hoden und dient zur Lagerung der vom Hoden produzierten Samenzellen und geht in den Samenleiter über, wo sie bis zum Zeitpunkt des Samenergusses aufbewahren werden.
Oligozoospermie: anormal niedrige Anzahl von Spermien im Ejakulat.
Oogenese: Bildungsvorgang der Eizelle.
Oozyte oder Eizelle: weiblicher Gamet.
Ovar (Eierstock): weibliches Geschlechtsorgan.
Ovulation (Eisprung): die herangereifte unbefruchtete Eizelle, die aus dem reifen Follikel gestoßen wird. Der Eisprung geschieht normalerweise in der Mitte der Menstruationszyklus (ungefähr am 14 Tag des Zyklus).
Percoll-Gradienten: eine Technik, die zur Unterscheidung und Trennung der beweglichen Samenzellen von denen Spermatozoen und anderen Zellen.
Progesteron: Weibliches vom Gelbkörper produziertes Sexualhormon, das dient, das Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) zu behalten.
Prolaktin: Von der Hirnanhangsdrüse produziertes Hormon, das während der Schwangerschaft hohe Werte erreicht, um die Milchbildung anzuregen. Erhöhte Werte bei Frauen außerhalb der Stillzeit können zu Eisprungsstörungen bringen.
Prostata (Vorsteherdrüse): männliche Drüse, die um den Anfangsteil der Harnröhre unterhalb der Harnblase liegt. Sie sondert eine sauere Substanz ab, die sich mit den Samenzellen zusammenschließt, um das Sperma (Ejakulat) zu bilden.
Rekombinantes FSH: Biotechnologisch gewonnenes follikelstimulierendes Hormon. Es handelt sich von einem Hormon, das dank der Verfahren, wodurch es gebildet wird, ein sehr höhes Reinheitsgrad und keine Schadstoffe aufweist.
Samenblase (Bläschendrüse): männliche Geschlechtsdrüse, die ein alkalisches Sekret produziert, das der größte Bestandteil des Ejakulats ist.
Samenleiter (Ductus deferens): Hodenleiter, wo Samenzellen gebildet werden.
Spermatogenese (Spermiogenese): stellt den Bildungs- und Ausreifungsvorgang der Spermatozoen vor, der aus verschiedenen Zellteilungen- und Umbildungenphasen besteht, die ungefähr 74 Tage dauern.
Spermatozoon: die männliche Keimzelle.
Östradiol: ein der weiblichen Geschlechtshormone. Dieses Hormon wird hauptsächlich vom Ovarialfollikel produziert und wirkt auf mehrere Organe (Gebärmutter, Nervensystem, Knochen, etc.).
Swim Up-Methode: Technik, die zur Unterscheidung und Trennung der beweglichen Spermien dient. Bei diesem Verfahren wird das Ejakulat in ein Kulturmittel gestellt. Nach einer Inkubationszeit kommen die beweglichen Spermien nach oben und trennen sich selber vom Rest der Samenprobe.
Synechie (Verwachsung): Anormale Adhäsion zwischen Strukturen; z.B.: Adhäsionen des Uterus beziehen sich auf Störungen in der Gebärmutterhöhle wegen Adhäsionen des Endometriums (Gebärmutterschleimhaut).
Testosteron: das wichtigste männliche Sexualhormon, das meistens von den Hoden gebildet wird.
Uterus (Gebärmutter): Weibliches Geschlechtsorgan, wo der Fetus sich befindet und entwickelt bis zur Geburt.
Zervikalschleim: Vom Gebärmutterhals produziertes Schleim, der die Fortbewegung der Spermatozoen zur Gebärmutter ermöglicht.