Coronavirus und Fruchtbarkeit

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MACS (Magnetic Activated Cell Sorting)

Wie wir in der Folge sehen können erlaubt uns die MACS-Technik die Spermienselektion zu optimieren noch bevor andere Techniken der Reproduktion zum Einsatz kommen.

Ginefiv MACS

Die Spermienselektions-Technik MACS ist speziell für Fälle der männlichen Unfruchtbarkeit gedacht, wo ein DNA-Fragmentierungsprozentsatz pathologisch ist.Dies gilt sowohl für In-vitro-Fertilisationsbehandlungen als auch für künstliche Inseminationen; Es werden bis zu 13% verbesserte Befruchtungsraten erziehlt.

Was bedeutet MACS?

Die MACS Technik ermöglicht die immunomagnetische Sortierung der gesunden Spermatozoiden, die für die Befruchtung geeignet sind, von den Apoptotischen, die weniger Überlebenschancen haben.Diese Technik ist sowohl für Insemination, als auch für IVF oder IVF-ICSI-Zyklen geeignet.

Die Apoptose, besser bekannt als programmierter Zelltod, ist ein eigenständiger Kontrollprozess des Organismus, der während der Spermatogenese stattfindet, um Zellschädigungen aufzuzeigen, wie z.B. bei der DNA-Spermienfragmentierung

In diversen Infertilitätsstudien an Patienten, wurde eine erhöhte Anzahl an Spermatozoiden im Ejakulat gefunden, die diese apoptotischen Marker aufweisen. Deshalb hat dieser eingangs erwähnte selbständige Kontrollmechanismus nicht korrekt funkioniert. Oder anders gesagt, der Prozentsatz der beschädigten Zellen ist sehr hoch. Dies kann sowohl auf innerwohnende Faktoren, als auch auf externe Faktoren (Tabakkonsum, Stress, Fieber, Varikozele usw.) zurückzuführen sein.

Was dies betrifft kann mit der immunomagnetischen Zellaktivierung oder MACS Abhilfe geschaffen werden. Eine Technik bei der die Spermatozoide an einer Magnetsäule herablaufen, damit diejenigen mit apoptosen Markern in ihrere Membran an der Säule zurückgehalten werden und die gesunden frei sind und für die Befruchtung der Eizellen geeignet. Diese Aussortierung ermöglicht eine höhere Befruchtungsrate von bis zu 13%.

macs

Woraus besteht die Technik?

„Diese Technik basiert auf der Anwendung von mangetischen Mikrosphären, die spezifische Antikörper-Annexin V an ihrer Wand angehängt haben, welche die Fähigkeit haben bestimmte Marker die sich auf der Spermienmembran befinden zu lokalisieren. Wie z.B. die Externalisierung von Phosphatidylserin.(Ist ein früher Marker der Zellapoptose, da dieses Phospholipid in gesunden Zellen in der Membran vorkommt) Die Antikörper, die an den Mikrosphären haften lokalisieren diese Marker wenn das Spermatozoo dem Magnetfeld ausgesetzt wird und es wird nur das beschädigte Spermium zurückgehalten.(das mit den Markern)
D.h. MACS erkennt diese Marker in den Spermien und ermöoglicht es uns die beschädigten von den gesunden zu unterscheiden. „

Wann ist sie empfehlenswert?

Diese Technik ist speziell in den folgenden Fällen empfehlenswert:

  • Patienten mit nachweislich pathologischen DNA-Fragmentierungen
  • Patienten die nach zwei Behandlungszyklen ohne Schwangerschaft sind
  • Patienten mit wiederholten Fehlgeburten