Techniken und BehandlungenDiagnosetests

FISH der Spermatozoen

Was ist  der FISH-Test der Spermatozoen?

Die Fluoreszenz-In Situ-Hybridisierung (FISH) ist eine Technik, die die klassiche Zytogenetik revoluzioniert hat, indem sie Kenntnisse de Molekularbiologie anwendet.  Dank dieser Technik können wir das genetische Material der männlichen Gameten untersuchen. Dies mithilfe von fluoreszierenden Sonden, die sich spezifisch auf einem Chromosom verbinden und mit denen wir die Anzahl im Ejakulat dieser einzelnen in jedem Spermatozoon einsehen können.

Diese Analyse durch den FISH-Test im Ejakulat ermöglicht es die Höhe der Spermatozoen mit abnormaler Chromosomenanzahl zu bestimmen, und zu bewerten ob diese die Normwerte übersteigen.

Warum hat diese Technik  Gewicht?

Jede somatische Zelle des menschlichen Körpers hat 23 Chromosomenpaare, d.h 2 Kopien von jedem Chromosom. Im Gegensatz hierzu, müssen die Humangameten (Spermatozoen und Eizellen) um chromosomisch als normal zu gelten 23 Chromosome haben. D.h eine einzige Kopie von jedem Chromosom. Um ihre Chromosomenausstattung zur Hälfte zu reduzieren ist ein komplexer Prozess der Zellteilung, auch  Meiose genannt, notwendig. Wenn dieser Prozess nicht korrekt zu Ende geführt wird, verteilen sich die Chromosomen nicht gleichmässig und es entstehen  Gameten mit  chromosomischen Abnormalitäten.

Wieviele Chromosomen werden untersucht?

Beim FISH-Test der Spermatozoen werden für Gewöhnlich 5 Chromosomen analysiert. Die Sexualchromosome (X und Y) und die Chromosomen 13, 18 und 21. Diese Studie kann sich auf andere Chromosomen ausweiten wenn es sich laut PatientInnenakte empfiehlt. Die Anzahl der analysierten Spermatozoen ist normalerweise 1.000.

Wann ist diese Technik empfohlen?

Diese Untersuchung ist in folgenden Fällen sinnvoll:

  • Fehlgeschlagene Embryoeinpflanzung.
  • Mehrfache Schwangerschaftsunterbrechung.
  • Vorherige Schwangerschaft mit Chromosomenabnomalien.
  • Pazienten die Chemo oder Radiotherapie hatten.
  • Pazienten mit schwerwiegender Oligo oder Teratozoospermie.

FISH
Wie wird die Probe zur Analyse gewonnen?

Um maximale Verlässlichkeit der Spermiendiagnose garantieren zu können, muss die Spermienprobe unter folgenden Bedingungen gewonnen werden:

  • 2 bis 4 Tage  sexuelle Abstinenz. Mehr Tage sind nicht ratsam. (Limits: nicht weniger als 2 und nicht mehr als 4 Tage Abstinenz).
  • Abgabe der Probe in einem sterilen Becher. Ginefiv stellt diesen bei Bedarf zur Verfügung, allerdings sind diese Behälter auch in jeder Apotheke leicht zu kaufen.
  • Die Probe muss durch Masturbation gewonnen werden. Koitus Interruptus oder handelsübliche Kondome sind nicht geeignet.
  • Achten Sie bitte auf maximale Hygienebedingungen beim Gewinnen der Probe (vorheriges Händewaschen).
  • Die Samengussprobe sollte vollständig sein (Nichts neben den Becher gehen lassen) Wenn ein Grossteil der Probe neben den Becher geht, wäre diese unbrauchbar.  (Wenn es sich nur um einen kleinen Teil handelt, ist das unwichtig).
  • Beim Gewinnen der Probe im Hotel:
    • Nachdem die Probe gewonnen wurde, versichern sie sich, dass der Behälter gut verschlossen ist und die Probe nicht zu kalt wird.  (Sie sollten die Probe bei einer Temperatur zw  20º und 30º Grad halten und plötzliche Temperaturschwankungen vermeiden. Wir empfehlen sie daher  in der Innentasche zu transportieren).
    • Die maximale Zeitspanne zwischen Gewinnung der Probe und Abgabe im Labor sollte weniger als 1 Stunde sein.
  • Sollten Sie 7-10 Tage vor der Probengewinnung Fieber gehabt haben oder Antibiotika genommen haben, müssten Sie bitte das Labor kontaktieren um den Termin zu verschieben.
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